Die Sensation blieb aus

 

Natürlich hatten Presse- und Verbandsvertreter darauf gehofft, daß dem DDR-Rekordmeister gegen den nur 2,5km-Luftlinie vom Jahnsportpark entfernt beheimateten SV Nord Wedding ein Ausrutscher passieren würde, schließlich hatte der BFC Dynamo aus dem Sportforum fast die doppelte Strecke Anreise in den Knochen und mental noch immer mit der Niederlage gegen die Bundesligaspieler von Hertha BSC zu tun.

Aber Trainerfuchs Christian Benbennek hatte mit seinen dynamischen Helfern in der Woche hart gearbeitet, einige Veränderungen am Kader vorgenommen und damit den Pokalgegner erfolgreich verunsichert. Folgende Spieler kamen in der Partie zum Einsatz: Sommer im Tor, Reher, Blum, Taag und Kleihs in der Abwehr, Garbuschewski, Pollasch (46. Hatta), Schulz und Bolyki (46. Breitfeld) im Mittelfeld sowie Krüger und Moustoifa (59. Lewandowski) im Sturm.

Die 355 Zuschauer sahen ein einseitiges Spiel, in dem Krüger bereits nach 4 Minuten die Führung erzielte. Nach der Pause erhöhte Garbuschewski in der 19. Minute durch einen Foul-Elfmeter auf 2:0. Da Lewandowski auf der Bank auf seinen Einsatz drängte, tat ihm Christian Benbennek den Gefallen und brachte ihn eine halbe Stunde vor dem Spielende, da Garbuschewski in der 58. Minute das 3:0 erzielt hatte. „Lewa“ verlor keine Zeit und ließ sofort das 4:0 folgen. Seine weiteren Treffer in der 68. bzw. 81. Minute machten den lupenreinen Hattrick perfekt.

Bis zum Abpfiff trafen noch Taag (83. Minute) und fast mit dem Schlußpfiff Heimkehrer Joey Breitfeld. Das souveräne 8:0 bedeutet das Weiterkommen im AOK-Pokal, dessen nächste Runde am Freitag, den 13., ausgelost wird.

In der Regionalliga geht es am Sonntag weiter. Dann muß der BFC Dynamo zur gewohnt zuschauer- und arbeitnehmerfreundlichen Anstoßzeit in die Thüringer Landeshauptstadt reisen. Im Steigerwaldstadion erwartet die mitgereisten Fans dann wieder Kulinarisches aus dem Käfig und alle anderen Unannehmlichkeiten, die sich die Verhinderer des Fußballtourismus ausgedacht haben. Um 15.00 Uhr wird passend dazu natürlich Schiedsrichter Lars Albert (RB Leipzig) die Begegnung anpfeifen. Wir sehen uns!